Mein Unternehmen – meine Entscheidung?

16.02.2021

Der Weg in die Planwirtschaft

16.02.2021

Die Bundesregierung der heutigen Zeit hat sich unermüdlich in der Schaffung neuer Verordnungen, Gesetze und folglich in die Einmischung in die Wirtschaft und in das persönliche Leben der Bevölkerung verstrickt. An eine Rückkehr zur Normalität ist nicht mehr zu denken. Nein, das Gegenteil erwartet uns in der Zukunft, eine Planwirtschaft, die zum Scheitern verurteilt ist.

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Bislang lebten wir in Deutschland in einer von Ludwig Erhard geprägten sozialen Marktwirtschaft, die die Vorteile der freien Marktwirtschaft, also die der freien Preisbildung des Marktes, mit dem Sozialstaat verbinden soll. Doch die Regierung bewegt sich seit geraumer Zeit durch ihre immer stärker werdenden Eingriffe in viele wirtschaftliche Bereiche auf eine Planwirtschaft zu. Dabei ist das Prinzip der Freiheit auf dem Markt und der damit verbundenen Freiheiten der Unternehmen ein gut funktionierendes Fundament unserer Wirtschaft. Nicht funktionierende und nicht anpassungsfähige Unternehmen werden im freien Markt nicht überleben, gut strukturierte Unternehmen, die sich dem Markt und ihren Kunden anpassen, werden hingegen einen immer höheren Marktanteil gewinnen. Dieses Prinzip hat bisher gut funktioniert und darf unter keinen Umständen durch immer stärker werdende Regulierungen aufgegeben werden.

Der nachfolgende exemplarischer Auszug aus der Immobilienwirtschaft verdeutlicht die zahlreichen Eingriffe, die jedoch entgegen der Darstellungen in den Medien nicht dem Mieterschutz dienen und den „Vermieterhai“ bekämpfen, sondern das Gegenteil bewirken. Eine typische Auswirkung planwirtschaftlicher Regulierungen.

Miethöhe

Die Mietpreisbremse soll im Wesentlichen die Miethöhe bei Neuvermietungen regeln, um den Mieter vor zu hohen Mieten zu schützen. Die Miethöhe darf demnach nicht mehr als 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Dabei wird die ortsübliche Vergleichsmiete künstlich nach unten korrigiert, in dem der Mietpreisspiegel, auf dessen Grundlage die ortsübliche Vergleichsmiete berechnet wird, einem verlängerten Betrachtungszeitraum (von vier auf sechs Jahre) zugeführt wurde.

Welche Folgen geringere Mieteinnahmen gegenüber steigenden Kosten für den Bau von Immobilien mit sich bringen, liegen auf der Hand. Die Folgen haben sich bereits beispielsweise in Berlin durch ein Angebotsrückgang bei gleichbleibender Nachfrage spürbar ausgewirkt.

Eigentumsbildung

Weiterhin sind die Länder ermächtigt in ausgewählten Gebieten eine Genehmigungsverpflichtung für die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen auszusprechen, womit die Möglichkeit eines Verbotes für die Umwandlung geschaffen wurde. Diese Verordnung verfehlt in einem so erheblichen Ausmaß ihr Ziel, wie kaum eine andere. Eigentlich soll in der freien Marktwirtschaft die Eigentumsbildung gefördert werden. Bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen hat der Mieter ein gesetzlich geltendes Vorkaufsrecht, welches in vielen Fällen auch wahrgenommen wird. Mit einem Umwandlungsverbot werden wirtschaftlich Schwächere lediglich benachteiligt, da weniger günstigere Bestandsimmobilien auf dem Markt zur Verfügung stehen, als teure Neubaueigentumswohnungen.

Eigenheim

Viele Deutsche haben das Ziel einmal ein eigenes Haus zu erwerben. Aber auch das wird möglicherweise in der Zukunft kaum noch möglich sein. Denn einzelne Bundesländer, Hamburg als Vorreiter, denken bereits über ein Verbot für die Neuerrichtung von Einfamilienhäusern nach bzw. haben das bereits eingeführt. Ein Eigenheim sei nicht energieeffizient genug. Das wird die Preise von Bestandsimmobilien nochmals erhöhen, was die Reduzierung des Angebotes nunmal zur Folge hat, und damit für noch viel mehr Bürger den Traum des Eigenheims zerstören.

Es wird spürbare Folgen für den Mittelstand geben!

All diese Verordnungen haben gemeinsam, dass Sie einen erheblichen Eingriff in die Wirtschaft aus scheinbar „edlen“ Motiven heraus, wie dem Mieter- oder Klimaschutz, begründen, jedoch das Gegenteil damit erreichen. Denn es werden immer mehr „Durchschnittsbürgern“, die nicht wie Herr Spahn oder andere Politiker Millionen für Anwesen bezahlen können, die Chance auf Eigentumsbildung genommen und damit auch die Vorsorge für ihr Alter. Der Mittelstand wird damit einer enormen Verteuerung des normalen Lebens ausgesetzt und wird folglich immer ärmer. Neben den Eingriffen in die Immobilienwirtschaft, verteuert die Einmischung des Staates in unzählige weitere Bereiche, unter anderem die Beschaffung von Kraftstoff, das Leben immer mehr. Denn Frau Merkel wird wohl die Verteuerung des Kraftstoffes für ihr Fahrzeug kaum stören, der Handwerker jedoch wird es bald bemerken!

Außerhalb der Folgen für die mittelständische Bevölkerung, kommen die Folgen der politischen Linie auch unmittelbar bei den mittelständischen und kleinen Unternehmen an, die höhere Kosten zu verzeichnen haben und damit eine Reduzierung der Gewinnmargen.

Als Folge wird der Mittelstand immer ärmer und die Reichen immer reicher – soviel zu den edlen Motiven der Regierung!

Was ist zu tun?

Wie bisher in allen meinen Artikel stelle ich erneut die Frage: Warum lassen die Deutschen das alles mit sich machen? Jeder einzelne muss anfangen die Maßnahmen der Regierung zu hinterfragen, selbstständig zu Denken und nicht ohne weiteres den edel dargestellten Motiven Glauben zu schenken! Es klingt positiv, wenn die Regierung und die staatlich finanzierten Medien erklären, dass neu beschlossene Maßnahmen dem Schutze der Bevölkerung oder einzelner Bevölkerungsgruppen dienen. Jeder einzelne hat die Aufgabe weiter zu denken und die möglichen Auswirkungen zu hinterfragen. Staatliche Eingriffe sollten grundsätzlich die Ausnahme sein, so dass jeder Eingriff kritisch hinterfragt werden sollte und das Augenmerk auf den eigentlichen Hintergrund gesetzt werden sollte. Als Unternehmer lernt man schnell, dass es einer guten Verkaufstaktik bedarf, um sein Unternehmen voranzubringen, seine Idee zu verbreiten. Es liegt doch auf der Hand, dass die Regierung ebenfalls eine „Verkaufstaktik“ verfolgt, um ihre immer stärker werdenden Eingriffe in die Wirtschaft und inzwischen in alle Bereiche des persönlichen Lebens, zu rechtfertigen. Es werden immer mehr Eingriffe, die auch nicht nachlassen, sondern sich in immer weitere Bereiche ausbreiten werden. Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass es kein Zurück geben wird, kein kritisch Hinterfragen der verordneten Maßnahmen sattfindet wird. Nein, vielmehr werden immer weitere Ausreden gesucht, um einschneidende Maßnahmen zu rechtfertigen. Diese Eingriffe betreffen uns inzwischen alle! Heute werden wir nicht mehr nur in allen wirtschaftlichen Bereichen reguliert, sondern auch in unserem privaten Leben. Unsere Grund- und Freiheitsrechte werden in einem Maße beschnitten, welches mehr als einer kurzen Erklärung der Bundeskanzlerin bedarf. Meiner Meinung nach dienen die staatlichen Regulierungen der letzten Jahre und vor allem die des letzten Jahres dem Ziel planwirtschaftliche Verhältnisse zu schaffen. Das ist offenbar das Ziel der Bundeskanzlerin, die immer neue Wege findet, um einen weiteren Schritt in diese Richtung scheinbar „edel“ zu begründen. Ihr stellt sich kaum jemand in den Weg. Die Bevölkerung, die still alle neuen Einschränkungen duldet, wird immer weitere Einschnitte spüren und bald ihre Augen in einem neuen Land öffnen, wenn keiner etwas unternimmt! Die Planwirtschaft hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie nicht funktionsfähig ist und jedem einzelnen von uns Schaden wird! Unsere Freiheit, ob nun die persönliche oder die unternehmerische sollte doch verteidigungswürdig genug sein, um sich endlich aus der eigenen Komfortzone herauszubewegen und nicht länger mitzulaufen!

 
 

Mein Unternehmen – meine Entscheidung?

29.01.2021

Der regulierte Untergang der Mittelständler

29.01.2021

Nachdem der wirtschaftliche Ruin ganzer Branchen längst unaufhaltsam voranschreitet, hat sich die Bundesregierung nunmehr zur Aufgabe gemacht die restlichen geöffneten Unternehmen in den wirtschaftlichen Abgrund zu stürzen und zur Sicherstellung Ihrer Absichten neue Verordnungen erlassen, die einen regulierten Untergang vieler kleiner Unternehmer und Mittelständler zur Folge haben wird.

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Ganze Branchen kämpfen inzwischen um ihr wirtschaftliches Überleben. Statt den versprochenen Hilfen der Bundesregierung, wurden die Voraussetzungen für die Auszahlung der Überbrückungshilfen dahingehend verändert, dass ein Großteil der Unternehmer sehr geringe Auszahlungen oder gar keine Hilfen mehr zu erwarten hat. Viele Unternehmer geben inzwischen die teilweise lächerlichen Summen bekannt, die sie als „Hilfe“ erhalten haben. All die öffentlichen Auftritte der Politiker, in welchen versprochen wurde, dass die Wirtschaft nicht im Stich gelassen werden würde, dienten wohl lediglich der Vermeidung einen „Aufstand“ der Betroffenen zu riskieren. Auch wenn es inzwischen viele öffentliche Äußerungen von Unternehmern gibt und die allgemeine Stimmung der Bevölkerung sich endlich zu verändern scheint, so fehlt es doch an einer Gegenwehr der betroffenen Unternehmer, Mitarbeiter und allen anderen Betroffenen.

Werden die neuen Verschärfungen eventuell doch dafür Sorge tragen?

Möglicherweise waren doch noch „zu wenige“ von den Maßnahmen betroffen, bzw. haben zu wenige die Auswirkungen am eigenen Leib gespürt? Die Politiker sorgen aber selbstverständlich für Abhilfe. Denn jetzt werden weitere Regulierungen erlassen, die sicherlich weitere wirtschaftliche Opfer fordern werden. Die gutklingende „Homeoffice-Pflicht“ wirkt auf den ersten Blick nachvollziehbar und wenig einschneidend. Denn sie gilt nur wenn „keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen“. Sie gilt demnach aber in einer großen Vielzahl von Betrieben, vor allem in denjenigen, die im Dienstleistungssektor aktiv sind. Es lässt sich wohl kein zwingender betrieblicher Grund erkennen, dass ein Mitarbeiter, der die meiste Zeit am Computer arbeitet, das nicht von zu Hause erledigen kann. Doch was hat diese Verpflichtung, die unter Androhung von Bußgeldzahlungen (!) durchgesetzt wird, zu Folge? Für diejenigen, die solche Maßnahmen nicht selbst einmal integriert haben, klingt das nach keinem großen Aufwand. Doch die Schaffung einer entsprechender EDV-Struktur, die einen Fernzugriff ermöglicht sowie die Anschaffung von Hardware ist nur mit einem großen finanziellen und organisatorischen Aufwand möglich, die oft nur mit einer erheblichen Verschuldung einhergeht.

Im Übrigen möchte ich anmerken, dass, wie viele andere Regularien, auch diese der Homeoffice-Pflicht und der damit einhergehenden Digitalisierung, die öffentlichen Stellen nur teilweise oder gar nicht zur Umsetzung verpflichtet. Aus welchem Grund? Warum wird diese Ungleichbehandlung hingenommen?

Ist es mit der Umsetzung der Homeoffice-Pflicht denn getan?

Selbstverständlich reicht es der Bundesregierung nicht mittelständische Unternehmer oder uns kleine Unternehmer mit dieser Neuregelung lediglich eine möglicherweise noch umsetzbare Pflicht aufzubürden. Nein, es geht immer weiter. Wenn wir das umgesetzt haben, werden sich andere öffentliche Hürden gestalten lassen. Fast jede Branche ist oder war in den vergangenen zehn Jahren von einer Vielzahl an Neuregelungen betroffen, die eine betriebliche Schließung zur Folge haben, sollten die Unternehmer die Verordnungen nicht nach einem gewissen Zeitfenster umgesetzt haben. In meiner Branche war es vor einigen Jahren der Fall, als eine Gewerbeerlaubnis nach §35c GewO zu beantragen war, die für mich als damalige Kleinunternehmerin mit einem zusätzlichen finanziellen Aufwand verbunden war und eine weitere, die des zertifizierten WEG-Verwalters ist derzeit in Planung. Das lässt sich auf so gut wie jede weitere Branche übertragen. Fast alle Unternehmer, die ich aus anderen Bereichen spreche, bestätigen einen zusätzlichen finanziellen Aufwand aufgrund von gesetzlichen Neuregulierungen. In meinem Fall war der finanzielle Aufwand tragbar, doch bei vielen sind die öffentlichen Hürden so groß und vor allem mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden, so dass sich Unternehmer entscheiden müssen, ob der hohe Aufwand getragen oder doch die betriebliche Schließung folgen wird. Doch wenn sich ein Unternehmer für die Umsetzung von neuen Forderungen entscheidet, hat dies in der Regel zur Konsequenz, dass die Umsätze wesentlich erhöht werden müssen, um die getätigten Investitionen abtragen zu können. Dass eine wesentliche Erhöhung der Umsätze nicht einfach durch den bloßen Wunsch zu bewerkstelligen ist, ist wohl offenkundig und dass an dieser Hürde weitere Unternehmer scheitern demnach unumgänglich.

Doch warum wird es uns so schwer gemacht unsere Unternehmen fortzuführen?

Es sollten doch unterschiedliche Ansprüche an unterschiedliche Unternehmensgrößen gelten, oder? Sollten kleine und mittelständige Unternehmer nicht gefördert werden, anstatt es ihnen zu erschweren ihren Betreib fortzuführen? Mit der Einführung immer weiterer und einschneidender Regulierungen, wird ein Aussterben von kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern gar provoziert. Das ist ein Fakt, den sicherlich ein Großteil aller Unternehmer bestätigen kann. All diese Neuregulierungen kommen schleichend und immer unter dem Deckmantel einer Verbesserung, wie die Homeoffice-Pflicht, so dass sie wie so Vieles in Deutschland still hingenommen werden. Ich bin der Überzeugung, dass diese Änderungen bewusst dazu führen sollen, dass kleine und mittelständische Unternehmen zu Gunsten von Großkonzernen weichen sollen.

Sollte das nicht einen großen Aufschrei verursachen?

Wie so oft in diesem Land werden politische Entscheidungen von dem Großteil der Bevölkerung einfach hingenommen. Die Einmischung der Politik in unsere Unternehmen hat inzwischen ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Es werden Betriebe geschlossen, immer weitere Regulierungen, derzeit auch kurzfristig, erlassen und wir werden mit den wirtschaftlichen Folgen allein gelassen! Es ist an der Zeit sich als Unternehmer zusammenzuschließen und sich gegen diese Entwicklungen zu wehren. Glücklicherweise gibt es inzwischen unterschiedliche Initiativen, die sich aus den genannten Gründen formiert haben, doch es sind noch viel zu wenige Unternehmer, die sich Ihnen anschließen und eine Gegenbewegung aufzubauen versuchen. Das weitere tatenlose Hinnehmen dieser Entwicklungen wird möglicherweise gar kurzfristig zum regulierten Untergang der Mittelständer und Kleinunternehmen führen!

 
 

Mein Unternehmen – meine Entscheidung?

08.01.2021

Die ungezählten Corona-Opfer

08.01.2021

Ich gründete mein Unternehmen HVConsulting vor fünf Jahren, getrieben von dem festen Willen frei in meinen Entscheidungen zu sein und mein Unternehmen nach meinen Vorstellungen aufzubauen und zu führen. Die ersten Jahre nach der Existenzgründung erweisen sich in der Regel als äußerst schwierig, kostspielig und zeitintensiv. Diejenigen, die diese Hürde meistern und danach der Auffassung sind, selbstständig agieren oder gar die Vorteile eines eigenen Unternehmens genießen zu können, erwachen heute in einer Zeit voller Enttäuschungen...

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Als Unternehmerin trage ich das volle unternehmerische Risiko ohne jegliche Absicherung durch den Sozialstaat, da dieser grundsätzlich davon ausgeht, dass Unternehmer zur eigenen Absicherung genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hätten, so dass kein sozialer Gedanke an uns zu verschwänden notwendig sei. Doch wer von uns kann schon abzüglich aller Kosten und Steuern wirklich beträchtliche Summen ansparen, die über Monate von Umsatzeinbrüchen oder gar Umsatzausfällen hinweghelfen würden?

Heute erwachen wir in einer Zeit in der wesentliche demokratische Grundrechte vollständig eingeschränkt werden, wir als Unternehmer unsere Berufe in Teilen nicht mehr ausüben dürfen oder gar die Wohnung nicht mehr verlassen sollen. Wie sollen Unternehmer, die von den behördlichen Schließungen betroffen sind, ihr Gehalt erwirtschaften? Was passiert, wenn alle Reserven aufgebraucht sind und die sogenannten Hilfen der Bundesregierung viel zu spät oder nur in Teilen ausgezahlt werden?

Ich sehe auf das vergangene Jahr zurück, das von einer Vielzahl an Fehlentscheidungen der Politiker geprägt war. Doch anstatt eine Wende zu vollziehen, werden Fehlentscheidungen unbeirrt fortgeführt und sogar noch drastischere Eingriffe beschlossen.

Ein Lockdown war schon im Frühjahr 2020 erfolglos im Hinblick auf die Bekämpfung der Pandemielage, schließlich sind wir nach wie vor nicht Herr der Lage. Warum also wird angenommen, dass es nun anders kommen sollte? Anstatt weiterer, härterer Schließungen sollten vielmehr die Erkenntnisse aus dem Vorjahr vernünftig ausgewertet und die Ergebnisse schnellstmöglich umgesetzt werden. Vor allem sollten Risikogruppen geschützt werden, Unternehmen mit funktionierenden Hygienekonzepten sollten die Möglichkeit zur Öffnung Ihrer Lokalitäten erhalten und Schulunterricht könnte in kleineren Gruppen fortgesetzt werden. Anstatt der Ausarbeitung von sinnvollen Maßnahmen, die der Pandemielage gerecht werden, verdeutlicht die blinde Schließung möglichst vieler Einrichtungen lediglich die Unfähigkeit der Politik eigene Entscheidungen kritisch zu hinterfragen und Schlussfolgerungen zu ziehen.

Wie wird es weitergehen?

Es ist anzunehmen, dass Unternehmensschließungen im neuen Jahr in weiten Teilen fortgeführt oder gar ausgeweitet werden. Gleichzeitig wird mitgeteilt, dass Hilfen der Bundesregierung endlich sind und Unternehmer bloß nicht der Annahme verfallen sollen, dass Sie mit unerschöpflicher finanzieller Unterstützung rechnen können. Menschen, die sich über viele Jahre hinweg ein eigenes Unternehmen aufgebaut haben, werden gezwungen, alles aufzugeben und in den finanziellen Ruin zu steuern. Als Unternehmerin, die diesen Einsatz kennt, weiß ich um die Bedeutung eines Unternehmens für den Unternehmer. Abgesehen von den Folgen für den Unternehmer selbst, verlieren auch viele Arbeitnehmer ihre Beschäftigung und spüren diese Folgen unmittelbar.

Ich halte nur einen Weg derzeit noch für vertretbar:

Wir müssen als Unternehmer Zusammenhalt zeigen und alle – ausnahmslos – der Politik aufzeigen, dass eine Kehrtwende zu vollziehen ist, die sowohl der Pandemielage gerecht wird als auch den Unternehmen! Denn der derzeitige Weg ist keineswegs alternativlos!

Warum herrscht dennoch eine große Zurückhaltung unter Unternehmern?

Bedauerlicherweise muss ich diese Frage stellen. Denn es wagen kaum Unternehmer in der Öffentlichkeit gegen die politische Linie Kritik zu äußern oder gar Verärgerung wegen der einschneidenden Maßnahmen zu zeigen. Es droht eine Reaktion in den Medien, die die meisten Unternehmer mehr fürchten als die Schließung des Betriebes: Diffamierung. Denn wer nicht für uns ist, ist gegen uns! Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt findet nicht statt, stattdessen wird die kritische Stimme ausgegrenzt und verspottet. Kritische Denker sind grundsätzlich Corona-Leugner oder Nazis. Ich habe tatsächlich auch darüber nachdenken müssen, ob sich meine kritischen Äußerungen auf mein Geschäft auswirken könnten und bin der Überzeugung, dass ich aus Angst vor persönlichen Auswirkungen nicht untätig bleiben darf. Solch eine verheerende Entwicklung für unsere Wirtschaft und jeden einzelnen von uns darf nicht reaktionslos hingenommen werden.

Mein Appell an alle Unternehmer:

Wir sind der Grund für die funktionierende Wirtschaft in unserem Land und wir haben die Aufgabe die Wirtschaft aufrecht zu erhalten! Es ist Zeit zu reagieren, um den bereits entstandenen wirtschaftlichen Schaden für jeden persönlich, aber auch für die Gesamtwirtschaft nicht zu vergrößern! Jeder von uns sollte seine Kritik öffentlich äußern und sich im Rahmen seiner zur Verfügung stehenden Mitteln zur Gegenwehr setzen!

Es ist unser Unternehmen und unsere Entscheidung!